walden

Geraldine Frisch richtet ihren Blick auf das Verborgene im Alltäglichen und verwandelt scheinbar Gewöhnliches in etwas Fremdes und Geheimnisvolles. In ihrem Fotozyklus Walden begibt sie sich nachts in den Wald und entdeckt dort zurückgelassene Maschinenfragmente, die langsam von der Natur zurückerobert werden. Im Licht der Kamera werden Rost, Verfall und Spuren der Zeit zu stillen, fast magischen Bildlandschaften. Zwischen Schönheit und Störung bleibt die Erinnerung daran bestehen, dass diese Orte auch von menschlichem Eingriff und Vernachlässigung erzählen. Ihre Arbeiten laden dazu ein, genauer hinzusehen und die Welt neu zu entdecken – mit Staunen, aber auch mit Verantwortung.

Konzeptionell versteht Geraldine Frisch den Wald nicht nur als Ort der Natur, sondern auch als Spiegel menschlicher Spuren und Entscheidungen. Durch das gezielte Sichtbarmachen von Verlassenem und Übersehenem untersucht sie die Grenze zwischen Verdrängung, Erinnerung und möglicher Wiederverzauberung der Welt.